Auszeichnungen

Mundschleimhautzellen sind geeignete Marker für die omega-3-Fettsäurenaufnahme

Die Verleihung des STIFT-Preis fand am 29.10.2013 in der Villa am Paradies in Jena im Rahmen des Gründer- und Innovationstag 2013 statt und wurde von Prof. Heinzel und Prof. Bornkessel übergeben.

Frau Annemarie Grindel befasste sich mit dem Thema: Mundschleimhaut-zellen als Biomarker für die Aufnahme und den Status an gesundheitsfördernden omega-3-Fettsäuren. Diese Arbeit ist Bestandteil des DFG-Projektes „Metabolismus und kardioprotektive Wirksamkeit von vegetabilen land-based omega-3-Fettsäuren“ von Dr. Katrin Kuhnt am Lehrstuhl Ernährungsphysiologie.

Ziel der Diplomarbeit war die Etablierung der Fettsäurenanalytik in Mundschleimhautzellen, um dieses nicht-invasiv gewonnene Probenmaterial als Alternative für Blut- und Gewebeentnahmen für Humanstudien verwenden zu können. Es werden mit einer kleinen Zellbürste von der Innenseite beider Wangen Zellen abgetragen, aus denen die Fettsäuren extrahiert und analysiert.

Bei der 8-wöchigen Supplementation von Leinöl konnte nachgewiesen werden, dass der Anteil an endogen synthetisierter langkettigen omega-3-Fettsäuren nicht nur im Blut, sondern auch in den Membranen der Mundschleimhautzellen ansteigt. Die omega-3-Vorstufe alpha-Linolensäure aus dem Leinöl wurde auch verstärkt eingebaut. In der Kontrollgruppe mit Olivenöl, also ohne omega-3-Fettsäuren konnten keine Veränderungen festgestellt werden. Damit wurde gezeigt, dass nicht nur der Anteil aus der Nahrung, sondern auch des körpereigenen Stoffwechsels, durch die Mundschleimhautzellen reflektiert wird. Die analysierten omega-3-Fettsäuren in den Mundschleimhautzellen korrelierten hochsignifikant zu den drei verschiedenen Blutfraktionen (Plasma, Erythrozyten, periphere mononukleäre Zellen).

Mundschleimhautzellen können für die Bestimmung des Versorgungsstatus an omega-3-Fettsäuren in Zukunft z. T. ersatzweise für Blutabnahmen herangezogen werden. Dieses Verfahren ist eine potentielle Alternative, besonders für Kinder und ältere Probanden sowie für große Kohortenstudien.

Leinöl mit gesundheitsfördernden Wirkungen Ernährungs-wissenschaftlerin Melanie Köhler erhält den Alpro-Foundation-Award 2013

Die Ernährungswissenschaftlerin Melanie Köhler von der Universität Jena erhält den diesjährigen Alpro-Foundation-Award. Dieser Forschungspreis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird am 21. März 2013 auf dem 50. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn verliehen.

Melanie Köhler hat in einer Humanstudie untersucht, ob Leinöl an Stelle von Seefisch als Omega-3-Fettsäurelieferant dienen kann. Das Öl wurde ausgewählt, weil es besonders reich an Alpha-Linolensäure ist. Diese Fettsäure kann vom menschlichen Körper in die langkettigen und gesundheitsprotektiven Omega-3-Fettsäuren umgewandelt werden. Köhlers Probanden waren im Schnitt 62 Jahre alt. Alle litten an Bluthochdruck und waren übergewichtig. Hinzu kamen Störungen des Blutzuckerstoffwechsels.

Die Ergebnisse der preisgekrönten Arbeit mit dem Titel "Verbesserung des n-3-Status durch die Supplementation von Alpha-Linolensäure und Auswirkungen auf kardiovaskuläre Risikomarker bei Probanden mit Prä-Metabolischem Syndrom" zeigen, dass sich Leinöl als ergänzendes Nahrungsmittel eignet. Den Seefisch kann es aber nicht vollständig ersetzen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt zwei Mal pro Woche Fisch zu essen
Die Probanden - neun Männer und zehn Frauen - bekamen acht Wochen lang täglich zwei Esslöffel Leinöl verabreicht. Während der Studiendauer durften sie zudem keinen Fisch zu sich nehmen. Beim Vergleich der Werte vom Beginn der Studie und nach den acht Wochen zeigten sich ca. doppelt so viele Omega-3-Fettsäuren im Blut, sagt Melanie Köhler. "Außerdem waren die Blutdruckwerte niedriger und die Blutfette verbessert", so die Ernährungswissenschaftlerin von der Universität Jena.

Köhlers Studie war Teil einer DFG-geförderten Untersuchung zu Omega-3-Fettsäuren, die von Dr. Katrin Kuhnt geleitet wird. Ein Ziel der Studie ist es, alternative pflanzliche Omega-3-Lieferanten zu finden. Hintergrund ist die Tatsache, dass aufgrund der steigenden Weltbevölkerung das Nahrungsmittel Fisch knapp zu werden droht.

Fisch aus Aquakultur ist keine Alternative
Angesichts leergefischter Meere könne Fisch aus Aquakultur derzeit keine Alternative sein, sagt Köhler: Der Fisch aus Wildfang enthalte deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren. Hinzu komme, dass manche Menschen freiwillig auf den Verzehr von Fisch verzichten würden, etwa Vegetarier. Dabei gesundheitsfördernden Fettsäuren sind besonders in fettem Seefisch wie Hering, Lachs, Sardelle oder Makrele enthalten.

Der Alpro-Foundation-Award wird von der Alpro Foundation jährlich jeweils an einen Nachwuchswissenschaftler aus Belgien, Italien, Niederlande, Irland und Deutschland vergeben.

Prämiert wird die beste Abschlussarbeit, die sich mit dem Einfluss pflanzlicher Nahrungsmittel bzw. deren Inhaltsstoffen auf die Gesundheit, die Umwelt oder die Wirtschaft befasst.

Kontakt:
Dr. Katrin Kuhnt
Tel.: 03641 / 949619
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Ernährungswissenschaftlerin des Lehrstuhls für Ernährungs-physiologie der FSU Jena wurde der OECOTROPHICA-Preis 2012 verliehen

Echiumöl verbessert die Versorgung mit omega-3-Fettsäuren – Ergebnisse einer Humanstudie
Jena (22.06.12) Überfischte Meere, hohe Schwermetallkonzentrationen im Fisch und Arten, die vor der Ausrottung stehen: Der Menschheit drohen Engpässe bei der Versorgung mit Fisch und Meerestieren. Das ist fatal, weil Seefisch besonders hohe Gehalte von Omega-3-Fettsäuren aufweist. Diese ungesättigten Fettsäuren verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, wirken entzündungshemmend und präventiv bei koronaren Herzerkrankungen.

Längst läuft die Suche nach alternativen Quellen. Insbesondere pflanzliche Öle sind in den Fokus der Forschung gerückt. Die Ernährungswissenschaftlerin Claudia Fuhrmann von der Universität Jena hat untersucht, ob sich die Gabe von Echiumöl positiv auf verschiedene Blutfraktionen des Menschen auswirkt. Für ihre Diplomarbeit „Anreicherung von langkettigen omega-3-Fettsäuren in verschiedenen Blutfraktionen unter der Supplementation mit vegetabilen stearidonsäurereichem Echiumöl – Ergebnisse einer Humaninterventionsstudie“ hat die 25-jährige Wissenschaftlerin jetzt den OECOTROPHICA-Preis 2012 im Bereich Humanernährung erhalten. Fuhrmann teilte sich den mit insgesamt 750 Euro dotierten Preis mit einer weiteren Preisträgerin. Verliehen wird der Preis vom Verband der Oecotrophologen e. V. (VDOE).
Das Echiumöl wird aus dem Samen von Pflanzen der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) gewonnen. Verwendet werden Arten des sogenannten Natternkopfs (Echium vulgare und Echium plantagineum). „Echiumöl hat seit 2008 die Novel-Food-Zulassung für Europa“, sagt Dr. Katrin Kuhnt. Die Ernährungswissenschaftlerin hat die Diplomarbeit von Claudia Fuhrmann betreut. Die Arbeit gehörte zum Projekt „Metabolismus und kardioprotektive Wirksamkeit von vegetabilen ‚land-based‘ omega-3-Fettsäuren“, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.
Claudia Fuhrmann hat mit jungen und gesunden Probanden gearbeitet. Über einen Zeitraum von sechs Wochen haben die Probanden täglich zwei Esslöffel Echiumöl zu sich genommen. In dieser Zeit durften sie keinen Fisch essen und weder Leinöl noch Rapsöl verwenden. Vor, während und nach der Studie wurde den Teilnehmern Blut abgenommen. Der Befund war eindeutig: „Wir konnten zeigen, dass die Intervention mit Echiumöl die Fettsäurenverteilung verschiedener Blutfraktionen positiv beeinflusst“, resümiert Claudia Fuhrmann.

Es wird im Körper verstärkt die omega-3-Fettsäure EPA gebildet, welche sich durch fünf Doppelbindungen auszeichnet. In der Natur kommt sie vorwiegend in Seefischen wie Lachs oder Hering vor.
Wie Claudia Fuhrmann erläuterte, kann das Echiumöl die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren verbessern, die Gaben des Meeres jedoch nicht ersetzen.

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Dr. Katrin Kuhnt
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Stephan Laudien M.A.
Pressestelle FSU Jena

Ernährungswissenschaftlerin erhielt OECOTROPHICA-Preis 2010

Zu den insgesamt 229 Proben gehören neben tiefgefrorenen Backwaren und Pommes auch Bio-, Diät- und Kinderprodukte aus dem Supermarkt und vom Discounter. Generell haben die Gehalte der „kritischen“ trans-Fettsäuren in den Produkten abgenommen, sagt Melanie Bähr (siehe Abb.). Dabei seien keine Abstriche an Aussehen und Geschmack der Lebensmittel festzustellen. Allerdings gebe es deutliche „Ausreißer“ insbesondere bei Süßigkeiten und Backwaren. Melanie Bähr hatte einen Spritzring unter ihren Proben, der 4,6 Gramm an trans-Fettsäuren enthielt. Gerade für Kinder und Herz-Kreislauf-Patienten kann eine hohe trans-Fettsäurenaufnahme nachteilig sein.

Förderpreis 2009 des Instituts Danone Ernährung für Gesundheit e.V. (IDE)

Frau Dr. Anke Jaudszus wurde für ihre Publikation „ Cis -9, trans -11-conjugated linoleic acid inhibits allergic sensitization and airway inflammation via a PPARgamma-related mechanism in mice” mit dem Förderpreis 2009 des Instituts Danone Ernährung für Gesundheit e.V. (IDE) ausgezeichnet. Weiterhin erhielt sie auf der 110. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin vom 17.-21.04.04 in Wiesbaden einen Posterpreis des Young Investigator´s Award für ihr Poster mit dem Thema „ Einfluss von cis -9, trans -11-konjugierter Linolsäure (CLA) und Linolsäure (LA) auf das bronchiale Atemwegsepithel. Stimulusinduzierte Epithelzell-Proliferation und Freisetzung von IL-6 und IL-8“.

Posterpreis auf der 5. Jahrestagung der European Nutraceutical Association (ENA)

Auf der 5. Jahrestagung der European Nutraceutical Association (ENA) am 7. März 2009 in Wiesbaden erhielt Frau Christine Dawczynski den Posterpreis für ihr Poster mit dem Thema „Influence of intervention with n-3 LC-PUFA supplemented dairy products on cardiovascular risk factors and biomarkers in patients with rheumatoid arthritis or hypertriglyceridemia“.

Wissenschaftspreis des Arbeitskreises omega-3 e. V. 2009

Frau Lena Martin erhielt für die von Herrn Prof. Jahreis und Frau Christine Dawczynski betreute Diplomarbeit zum Thema "Kardioprotektive Wirksamkeit n-3 LC-PUFA supplementierter Milchprodukte bei moderaten Hypertriglyzeridämikern" den Wissenschaftspreis des Arbeitskreises omega-3 e. V. 2009.

OECOTROPHICA-Preis 2008

Frau Dr. Katrin Kuhnt erhielt den OECOTROPHICA-Preis 2008 für ihre Dissertation über konjugierte Linolsäuren und trans-Fettsäuren.
Pressemitteilung (23.04.08)

OECOTROPHICA-Preis 2006

Frau Christiane Vollhardt erhielt für die von Herrn Prof. Jahreis und Frau Dr. Kraft betreute Diplomarbeit zum Thema "Vergleichende Untersuchungen zur Fettsäurenverteilung in mütterlichen und kindlichen Blutlipiden sowie in der Muttermilch" den "Ökotrophica Preis 2006"

Nachwuchsförderpreis der Deutschen Gesellschaft für Qualitäts-forschung (Pflanzliche Nahrungsmittel) e.V.

Frau Kati Fröhlich (Lehrstuhl Humanernährung) und Frau Dr. Sylvia Keller (Lehrstuhl Ernährungsphysiologie) wurden am 20.03.2006 in Wädenswil (Schweiz) mit dem Nachwuchsförderpreis der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsforschung (Pflanzliche Nahrungsmittel) e.V. ausgezeichnet.